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Stress ein Feedbacksignal

Stress


Wut, Ärger, Verletzungen und andere negative Emotionen
erfahren Arme und Reiche, Gebildete und Ungebildete gleichermaßen.
Wohlhabende Bürger, Fabrikarbeiter, Sozialhilfeempfänger,
Atomphysiker und bereits kleine Kinder. Alle haben heutzutage Stress.
Chronischer Stress ist zu einer Gesellschaftskrankheit geworden.

Es wurde von Fachleuten festgestellt, dass zwei Hauptfaktoren für die
Entstehung von Stress verantwortlich sind: Wahrnehmungs- und
Kommunikationsprobleme.

Stress ist ein Feedbacksignal aus dem Innern, ein Hinweis auf das
Vorhandensein disharmonischer und unangenehmer Gefühle.
Wir alle haben schon unangenehme Gefühle gehabt. Wertvoll ist zu
wissen: Woher kommen sie? Wie nehmen wir sie wahr? Wie gehen wir
damit um?

Stressgefühle entstehen, wenn wir auf Ereignisse gedanklich und
emotional unangemessen reagieren.

Stress wirkt intelligenzmindernd und schränkt den Blickwinkel ein, sodass
es schwerer fällt, mit Anforderungen und Probleme fertig zu werden.

 

Was bedeutet das Wort "Stress"?


Von dem Arzt Dr. Hans Selye als Begriff kreiert verstehen wir unter
Stress "die unspezifische Antwort des Körpers auf eine Anforderung".
Stress ist also eine Aktivierungsreaktion unseres Körpers und nicht die
Ursache, die ihn auslöst.


Während der Begriff als solcher neutral ist, wird er in der Umgangssprache
meist negativ verwendet: "Ich steh unter Stress" oder
"Das war wieder ein Stress heute".

Sowohl negative Ereignisse wie berufliche Probleme, Konflikte oder enge überhitzte
Räume als auch positive Ereignisse wie ein beruflicher Erfolg oder der
Geburtstag lösen Stress aus. Unser Körper wird dazu gezwungen, sich der
neuen veränderten Situation anzupassen.

Ob wir ein Ereignis als "stressig" im negativen Sinne erleben, bestimmen
wir durch unsere ganz persönliche Bewertung des Ereignisses. Doch es
gibt viele Ereignisse, die von den meisten Menschen als bedrohlich und
unangenehm erlebt werden.

An oberster Stelle des sog. Stress-Thermometers, das in eine Skala von 0 bis 100 eingeteilt ist,
steht beispielsweise der Tod des Ehepartners (100),
dicht gefolgt von Scheidung (73)
und Trennung (65).
Danach folgen Arbeitslosigkeit (52),
Versöhnung nach Ehekrach (45)
und Stau auf der Autobahn (40).
Dem Ärger mit dem Chef werden 23 Punkte zugeordnet
Zusammen mit kleineren Gesetzesverstößen (11)
bildet Weihnachten (12) das Schlusslicht der belastenden Situationen im Stressthermometer.

Stress als Zustand ist nicht generell schädlich, sondern positiver Stress
kann im Gegenteil, sogar unsere Abwehrkräfte stärken wie etwa,
wenn wir verliebt sind.

Menschen, deren Stressreaktion durch innere Faktoren hervorgerufen wird,
haben sich viele Denkgewohnheiten zugelegt, die ihnen auch Stress erzeugen,
wo er gar nicht notwendig wäre.
Sie sehen Gefahren, wo gar keine Gefahren sind, überbewerten die
Gefahren, und unterschätzen die eigenen Fähigkeiten. Sie müssen sich
deshalb ihrer Denkgewohnheiten bewusst werden und neue
Denkgewohnheiten erlernen.

 

Überzeugungen/Glaubenssätze


Typische Denkgewohnheiten von Menschen, die sich inneren Stress
erzeugen:

· Sie haben Angst vor Ablehnung. Als Folge davon stellen sie keine
Forderungen, äußern ihre Bedürfnisse nicht, sagen ihre Meinung
nicht.
· Sie haben Angst, anderen weh zu tun. Als Folge davon scheuen sie
sich, Nein zu sagen.
· Sie fordern von sich, alles perfekt zu machen. Als Folge davon
überfordern sie sich.
· Sie haben Angst vor Fehlern. Als Folge davon trauen sie sich nicht
an neue Aufgaben, verkrampfen sich bei der Arbeit.
· Sie sehen sich als minderwertig an. Als Folge davon äußern sie
Ihre Bedürfnisse nicht, versuchen nach außen, perfekt zu sein.
· Sie haben Angst vor Konflikten. Als Folge davon gönnen sie sich
keine Zeit für sich alleine, äusern ihre Meinung nicht, wehren sich
nicht.

 

Schädliche Reaktionen auf den Stress


Solange uns unsere Stressreaktion zur Leistung anspornt und unsere
Problemlösefähigkeit steigert, besteht kein Anlass, uns Gedanken darüber
zu machen, wie wir unsere Stressreaktion beeinflussen können.

Alarmierend wird es, wenn wir uns überfordert fühlen, resignieren, unsere
Leistung abfällt, sich unsere Fehler häufen und unsere
Krankheitsanfälligkeit steigt.

Viele Menschen begegnen diesen Symptomen mit ungeeigneten
schädlichen Strategien: Sie greifen zum Alkohol, rauchen, nehmen
Aufputsch- bzw. Beruhigungsmittel, setzen sich unter Druck, ernähren
sich ungesund und ignorieren die körperlichen und seelischen
Alarmsignale. Sie betrachten ihren Körper als Feind, der ihnen den Dienst
verweigert.
(Verfasser unbekannt)